Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für das Angebot „Systemische Beratung Online & vor Ort“ von Rolf Kempe
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Geschäftsbeziehungen zwischen dem Angebot Systemische Beratung Online & vor Ort, vertreten durch:
Rolf Kempe (Dipl. Kommunikationspsychologe)
Pappelallee 32a, 10437 Berlin
E-Mail: info@kempe-beratung.de
(nachfolgend „Berater“) und dem Klienten bzw. Kunden (nachfolgend „Klient“).
(2) Diese AGB gelten für alle Verträge über Beratungsleistungen, soweit zwischen den Vertragsparteien nichts Abweichendes schriftlich vereinbart wurde.
(3) Das lösungsorientierte und psychosoziale Beratungsangebot richtet sich an Einzelpersonen, Paare, Familien sowie an Unternehmen, Institutionen und Teams (insbesondere im Kita- und pädagogischen Kontext). Das Angebot umfasst ausschließlich prozessbegleitendes Coaching, systemische Beratung und Fallsupervision. Die Erbringung von Leistungen im Sinne einer klassischen Lehre, Ausbildung, Kurserteilung oder staatlich regulierten Erziehungstätigkeit ist ausdrücklich ausgeschlossen.
§ 2 Kontaktaufnahme, Terminbuchung und Vertragsabschluss
(1) Das Beratungsangebot ist ein kostenpflichtiges Angebot. Die erste Kontaktaufnahme und Terminbuchung erfolgen über die Website des Beraters (kempe-beratung.de) mittels des integrierten Buchungstools Calendly. Alternativ kann eine erste Kontaktaufnahme per E-Mail oder Mobiltelefon erfolgen.
(2) Für Neukunden beinhaltet die erstmalige Buchung ein kostenfreies, 15-minütiges und unverbindliches Erstgespräch. Dieses Angebot gilt ausschließlich für Klienten, mit denen bislang noch keine Beratung stattgefunden hat. Das Erstgespräch dient ausdrücklich nur der Auftrags-, Anliegen- und Zielklärung.
§ 3 Durchführung, Dauer und Ort der Beratung
(1) Eine reguläre Beratungssitzung dauert 90 Minuten. Dauer und Häufigkeit der systemischen Beratung werden individuell mit dem Klienten vereinbart.
(2) Das Angebot kann sowohl online als auch vor Ort durchgeführt werden:
- Online-Beratung: Aus Gründen des maximalen Datenschutzes und der DSGVO-Konformität erfolgt die Online-Beratung bevorzugt über zertifizierte und europäische Kommunikationsplattformen wie RED connect (RED medical) oder OpenTalk, welche direkt im Webbrowser des Klienten ohne Software-Installation genutzt werden können. In Absprache können auch alternative europäische Dienste (z. B. Whereby) herangezogen werden.
- Vor-Ort-Beratung: Bei Beratungen vor Ort in Berlin sind die zusätzlichen Auslagen für die Anfahrt des Beraters bereits im Honorar inkludiert.
(3) Für längerfristige Prozessbegleitungen, Organisationsberatungen und Team-Supervisionen wird ein gesonderter Rahmenvertrag geschlossen. Dieser enthält spezifische Angaben über die Höhe des Honorars, das Beratungsziel, die Tätigkeitsdauer, Kündigungs- und Zahlungsbedingungen sowie einen separaten Haftungsausschluss. Auch diese Vereinbarungen begründen zu keinem Zeitpunkt ein Lehr-, Unterrichts- oder Ausbildungsverhältnis.
§ 4 Wichtiger medizinischer Hinweis, Leistungsgrenzen und Notfälle
(1) Keine Diagnosestellung / Kein Therapieersatz: Das Ziel der Beratung beinhaltet ausdrücklich nicht das Stellen von medizinischen oder psychiatrischen Diagnosen. Die Systemische Beratung kann unterstützend und hilfreich sein, ersetzt jedoch keine Psychotherapie vor Ort sowie keine gründliche körperliche Untersuchung und Behandlung durch einen Arzt.
(2) Ausschlusskriterien: Bei akuten Psychosen, Schizophrenie, schweren Depressionen, schweren Suchterkrankungen oder akuten Selbstmordgedanken ist das Beratungsangebot nicht geeignet.
(3) Verhalten im Notfall: Liegt beim Klienten ein medizinischer oder psychischer Notfall vor oder verschlechtert sich der Zustand akut, ist unverzüglich professionelle Hilfe vor Ort zu kontaktieren:
- EURONOTRUF / Rettungsdienst: 112 (gebührenfrei)
- Telefonseelsorge (kostenfrei): Deutschland: 0800-111 0 111 / 0800-111 0 222 | Österreich: 142 | Schweiz: 143
(4) Der Klient trägt als Ratsuchender die volle Eigenverantwortung für die Nutzung des Beratungsangebots.
§ 5 Technische Voraussetzungen und Risiken der Online-Kommunikation
(1) Die Online-Beratung setzt voraus, dass der Klient die erforderlichen technischen Voraussetzungen auf seiner Seite bereithält (stabiler Internetzugang, kompatibler Browser, funktionsfähige Kamera und Mikrofon). Führen technische Probleme aufseiten des Klienten zum Ausfall oder zum Abbruch der Beratung, ist dennoch das volle Beratungshonorar zu entrichten.
(2) Bei der unverschlüsselten Kommunikation im Internet (z. B. via E-Mail) kann die Vertraulichkeit des Nachrichteninhalts nicht lückenlos garantiert werden. Der Berater darf davon ausgehen, dass unverschlüsselte Anfragen des Klienten ebenso unverschlüsselt beantwortet werden können. Die eigentliche Videoberatung erfolgt über die in § 3 genannten Plattformen verschlüsselt.
§ 6 Absagen, Ausfallvergütung und Beendigung
(1) Ein zugesagter Termin kann bis zu 48 Stunden vorher kostenfrei abgesagt werden.
(2) Bei einer Absage weniger als 48 Stunden vor dem Termin oder bei Nichterscheinen entsteht eine Ausfallvergütung in Höhe des vollen Honorars.
(3) Die Termine und die Gesamtdauer der Beratung werden in beiderseitigem Einvernehmen mündlich oder schriftlich vereinbart. Der Beratungsvertrag endet flexibel, sobald sich der Klient oder der Berater dafür entscheiden.
§ 7 Honorar, Zahlungsbedingungen und Finanzamtkonformität
(1) Die Höhe des Honorars für die Beratungssitzungen wird vorab individuell zwischen dem Berater und dem Klienten vereinbart.
(2) Steuerlicher Hinweis (Kleinunternehmerregelung): Der Berater ist umsatzsteuerbefreit nach § 19 UStG. Auf den Rechnungen und Honoraren wird daher keine Umsatzsteuer ausgewiesen.
(3) Eine Kostenübernahme durch gesetzliche oder private Krankenkassen erfolgt nicht. Die Beratungssitzungen sind vom Klienten vollumfänglich selbst zu zahlen.
(4) Die Vergütung erfolgt am Ende einer jeden Sitzung wahlweise in bar oder per Banküberweisung.
§ 8 Haftungsausschluss
Der Berater arbeitet nach bestem Wissen und Gewissen daran, dass ein Beratungserfolg eintritt. Da der Erfolg jedoch maßgeblich von der Mitwirkung des Klienten abhängt, wird ein konkreter Beratungserfolg weder geschuldet noch garantiert (Dienstvertrag, kein Werkvertrag).
§ 9 Datenschutz und Verschwiegenheit
(1) Der Berater behandelt alle personenbezogenen Daten sowie die Inhalte der Beratungssitzungen streng vertraulich und gemäß der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Durch die direkte Auswahl europäischer, verschlüsselter Kommunikationsplattformen (wie in § 3 Abs. 2 verankert) wird die Datensparsamkeit maximiert.
(2) Von der Schweigepflicht generell ausgenommen sind gesetzliche Offenbarungspflichten, insbesondere zur Vereitelung oder Verfolgung von mutmaßlichen Straftaten sowie bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung. Die vollständige Datenschutzerklärung des Beraters ist auf der Website einsehbar und wird vom Klienten akzeptiert.
§ 10 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand und Erfüllungsort ist, soweit gesetzlich zulässig, Berlin.
(2) Meinungsverschiedenheiten aus dem Beratungsvertrag und diesen AGB sollten vorrangig gütlich und im gemeinsamen Dialog beigelegt werden.
(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.